Pinatheology

Reihenweise verließen die Gäste das Theater, als Pina Bausch mit ihren Stücken in Wuppertal Premiere feierte. Unerträglich muss das oft zusammenhangslose Geschehen, das sich auf der Bühne abspielte, für die Besucherinnen und Besucher gewesen sein. Die Stücke sind auch nach über 20 Jahren noch dermaßen avantgarde, dass wohl noch immer viele wieder gehen würden, hätten sie für ihre Eintrittskarte nicht 40 Euro bezahlt.

Pina Bausch hat weltweit Menschen mit ihrer Arbeit inspiriert. Darunter auch der Theologe Angel Mendez-Montoya, der aktuell Gastdozent an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal ist. Der Mexikaner, der neben der Theologie auch noch professionell tanzt und choreografiert, hielt vergangenen Dienstag einen äußerst hörens- und sehenswerten Vortrag über »Pina Bausch und Postsäkulare Theologie«.

Es geht ihm, wie er in seinen Vorbemerkungen sagt, explizit nicht darum, Pina Bausch zu »taufen«, in ihren Aussagen oder ihrer Arbeit also das Christliche zu suchen. Sein Anliegen ist viel mehr, andere Disziplinen für die Theologie erträglich zu machen, zuzuhören und zu lernen.

Mein Kommilitone Joel Böversen und ich durften seine Gedanken mit Kameras festhalten und ich freue mich sehr, diesen inspirierenden Vortrag nun veröffentlichen zu dürfen.

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